Schädlings-Info: "STADTTAUBEN" (Gesundheits- und Gebäudeschädling)

Stadttauben (Verwilderte Haustauben),
sind in Deutschland trotz ihrer nachweislich hohen Schadwirkung nicht eindeutig den Schädlingen zugeordnet.

Tauben

Allgemein:
Bei Stadttauben handelt es sich grundsätzlich um verwilderte Haus- bzw. Zuchttauben.
Ihr ursprünglicher Lebenraum sind felsige Küstenregionen, unsere Gebäude sind nun ihre Ersatzfelsen.

Lebensweise:
Je nach Gegebenheiten leben Tauben  in kleineren und größeren Schwärmen.
Ihr Aktionsradius ist abhängig vom Nahrungsangebot und beträgt ca. 100 - 600 m
Bei witterungsgeschützten Nistplätzen brüten sie ganzjährig, 3-4 mal mit je 2-3 Jungen.
Die Lebenserwartung in der Stadt beträgt nicht mehr als 3 Jahre.
In ihren natürlichen Lebensräumen hingegen können sie mehr als 10 Jahre alt werden.

Schaden

  • Grobe Verunreinigungen und Geruchsbelästigung durch Taubenkot belastete Hausfassaden, Fenstersims, Balkone, Gehwege u. a.
  • Taubenkot enthält Salpetersäure und verursacht massive Schäden an Fassaden und somit eine erhebliche Wertminderung der Immobilie.
  • Bei Anhäufungen von Kot, Futterresten, Nester, Eier und verendeten Tauben auf Dachböden werden auch schnell Mäuse u. Ratten angelockt.
  • Durch verwilderte Stadttauben erfolgt die Einschleppung von Insekten und Parasiten ins Gebäude: Taubenzecke, Milben, Flöhe u. a.
  • Sie verursachen große Schäden bei der Lagerung von Getreide und anderen Lebensmittelrohstoffen durch Fraß und Verunreinigung. 
  • Stadttauben fungieren als Zwischenwirte und Überträger von Infektionskrankheiten wie: Salmonellen, Tuberkulose u. a.


Im direkten Vergleich von verwilderten Stadttauben mit Ratten hinsichtlich ihrer Schadwirkung auf den Menschen in den Bereichen:
Hygiene-, Gesundheits-, Vorrats– und Materialschädigung,
schneiden Stadttauben keineswegs besser ab im Gegenteil eher schlechter, im bezug auf Gebäudeschäden liegen sie weit vorn.