Schädlings-Info: "WANDERRATTEN" (Gesundheits-, Vorrats- und Materialschädling)


Wanderratte
- Ursprünglich stammen sie aus Asien und haben sich im laufe der Jahrhunderte mit Hilfe des Menschen,
als blinde Passagiere auf Handelswegen und Schiffen von Kontinent zu Kontinent über die ganzen Welt ausgebreitet.

Ratte

Farbe: graubraun bis rotbraun, Unterseite hellgrau bis weiß
Körper insgesamt: 35 -45cm davon Schwanz ca. 16-20cm (Schwanz kürzer als Rumpf)  
Lebenserwartung: 2- 3 Jahre   Gewicht: von 300g bis 550g
Lebensraum: Nähe menschlicher Siedlungen - in Häusern, Kellern u. Hinterhöfen, Abfallbereiche, Parks, Gärten, Stallungen, Kanalisation und auch an Feldern, Kanalgräben und an Gewässern.
Vermehrung: Geschlechtsreif nach 3 Monaten, 4 - 6 Würfe im Jahr mit je 8 - 12 Jungen
Rein rechnerisch (alle äußeren Faktoren außer acht gelassen) entstehen aus nur einem Rattenpärchen und deren Nachkommen, in nur einem Jahr ca.800 Tiere.

Lebensweise: Wanderratten leben in Familienverbänden/Rudel, je nach der territorialen Nahrungsgrundlage 20 - 60 Tiere und auch mehr.
Ihr Aktionsradius beträgt ca. 200-300m, sie sind vorwiegend dämmerungs- u. nachtaktiv, sehr scheu u. misstrauisch, äußerst anpassungsfähig u. besitzen ein hohes Lernvermögen. Innerhalb des Rudels haben Ratten ein ausgeprägtes Sozialverhalten, kehrt ein Muttertier aus irgendwelchen Gründen nicht zu ihrem Nest zurück, so übernehmen verwandte Weibchen die weitere Versorgung der Jungen. Es wurden schon Nester gefunden
mit mehr als 20 Jungtieren mit unterschiedlichem alter. Beim auffinden neuer unbekannter Nahrung reagieren sie äußerst misstrauisch, diese kann
als verdächtig oder gefährlich angesehen werden und wird dann zur Warnung für alle anderen Rudelmitglieder mit Urin markiert.

Nahrung: Ratten sind Allesfresser, neben vorwiegend pflanzlicher Kost, wie Getreide, Obst und Gemüse steht auch Fleisch, Fisch und Aas auf
dem Speiseplan. Auch als Räuber sind sie unterwegs und schrecken nicht davor zurück, Vögel samt Nestgelege, lebende Hühner- und
Entenküken oder junge Kaninchen im Nest anzufressen.

Schaden: Neben erheblichen materiellen Schäden durch Nagefraß und der Vernichtung von Nahrungsmitteln und deren Rohstoffe sind Ratten Überträger von gefährlichen Krankheitserregern. Ob im Innen– oder Außenbereich durch die Anwesenheit von Ratten besteht eine dauerhafte
hohe Infektionsgefahr für Menschen und Nutztiere, durch direkte oder indirekte Keimübertragung von: Typhus, Cholera, Ruhr, Tuberkulose, u.v.a.