Schädlings-Info: "HAUSBOCK" (Materialschädling)

Hausbockkäfer und Larve-Holzwurm

Hausbockkäfer und Larve (Holzwurm)
Mit großem Abstand die Nr. 1 unter den holzzerstörenden Insekten

Allgemein:
Der Hausbock gehört zu den Trockenholzinsekten d.h. er befällt ausschließlich verbautes Holz und davon nur Nadelgehölz.
(Kiefern-, Tannen-, Fichtenholz usw. in unseren Breiten das allgemein übliche Bauholz überhaupt)
Befallen werden in erster Linie Dachstühle, Deckenkonstruktionen u.ä. auch Leitungsmasten, Zäune und Tore - aber seltener.

Lebensweise und Entwicklung:

Ca. 2 cm große schwarzbraune flugfähige Käfer - Lebenserwartung der Käfer etwa 15-20 Tage - Flugzeit Juni bis September.
Während dieser Zeit legen die Weibchen ca. 200-300 Eier in die natürlichen Spannungs- o. Trockenrisse an verbautem Holz.
Nach 10-20 Tagen entwickeln sich aus den Eiern Larven die sogenannten Holzwürmer - die eigentlichen Holzschädlinge,
zu hunderten beginnen sie sofort mit ihrem unaufhörlichem Zerstörungswerk.

Das Larvenstadium, also die aktive Holzwurmzeit beträgt ca. 4 - 12 Jahre und ist Abhängig von der Umgebungstemperatur, der Holzfeuchte und dem Eiweißgehalt des Holzes. Die Larven entwickeln sich dem entsprechend sehr unterschiedlich und die folgenden Käfergenerationen schlüpfen in mehrjährigen Abständen. Kommt der fertige Käfer aus dem Holz, hinterlässt er dabei ein ca. 6-10 mm großes ovales Flugloch. Nur kurze Zeit nach dem Schlupf schwärmen die Jungkäfer zum Hochzeitsflug aus, nach der Begattung sucht das Weibchen eine geeignete Stelle zur erneuten Eiablage.
Hier schließt sich der natürliche Kreislauf und die Holzzerstörung geht mit neuen Hundertschaften in die nächste Runde.

Schaden: Bei entsprechender Befallsmenge sind Hausbock-Larven durchaus in der Lage in nur wenigen Jahren einen ursprünglich gesunden Dachstuhl empfindlich in seiner statischen Festigkeit zu schwächen. Zudem bleibt ein Befall in den meisten Fällen jahrelang unbemerkt, da es äußerlich kaum erkennbare Befallshinweise gibt. Die Ausfluglöcher sind erst nach der ersten Generationsfolge sichtbar, also Jahre nach dem Erstbefall durch den Käfer. Die Larven nagen ihre Fraßgänge bevorzugt in die weichen Außenschichten des Holzes, ohne dabei die Oberfläche zu beschädigen, es bleibt eine papierdünne Außenschicht bestehen, dadurch fällt in den ersten Jahren auch kein Bohrmehl aus dem Holz.