Wer bezahlt den Schädlingsbekämpfer?

Mieter oder Vermieter - Wer muss bezahlen?
Ob Mäuse, Motten, Ratten oder Schaben es können unangenehme Mitbewohner sein und großen Schaden verursachen.
Das kann zu Ärger führen, wenn Mieter und Vermieter streiten, wer für die Kosten aufkommen muss.

Grundsätzlich gilt:
Die Kosten für kleinere, regelmäßig stattfindende Maßnahmen gegen Ungeziefer können im Mietvertrag auf die Mieter umgelegt werde.
Dabei kann es sich jedoch nur um geringfügigen Aufwand handeln. Kosten für einmalige Aktionen können nicht auf die Mieter umgelegt werden.
Tritt eine Ratten- o. Mäuseplage auf, oder müssen Ameisen, Schaben oder Wespennester entfernt werden, wird der Vermieter zur Kasse gebeten.

Anders sieht es natürlich aus, wenn der Mieter für das Ungeziefer selber verantwortlich ist. Dies muss der Vermieter aber im Konfliktfall nachweisen können. Kann jedoch die Schuld nicht zugewiesen werden, muss auch hier der Vermieter für die Kosten aufkommen.
Jeder Mieter sollte sich jedoch im klaren sein, dass als aller erstes, bevor alle Maßnahmen eingeleitet werden, immer zuerst der Vermieter
kontaktiert und informiert wird.

Wie hoch die Kosten für die Schädlingsbekämpfung sind, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab und können nicht allgemein festgesetzt werden.
Zu Buche schlagen auf jeden Fall die An- und Abfahrtskosten, der Personaleinsatz und das Material sowie Anzahl der notwendigen Behandlungen.

Quelle: ARD Ratgeber

Hier noch ein Tipp für Steuersparer!
Seit dem Jahr 2009 sind nach dem Gesetz zur Förderung von Familien, haushaltsnahe Dienstleistungen (hhD) steuerlich absetzbar.
Diese Förderung wurde deutlich ausgeweitet auf einheitlich 20% der Aufwendungen für hhD nach § 35a EStG (Einkommens-Steuer-Gesetz)
Schädlingsbekämpfungen gehören zum Gesundheitsschutz und zur Gefahrenabwehr und sind haushaltsnahe Dienstleistungen.

Voraussetzung ist die Dienstleistung muss im Haushalt des Steuersparers erbracht werden. Der Schädlingsbekämpfer muss eine schriftliche Rechnung stellen und die Zahlung der Rechnung muss durch eine Überweisung auf das Konto des Unternehmens erfolgen, da der Bankbeleg als Zahlungsnachweis gilt. (Barzahlungen sparen keine Steuern und eine Quittung ist kein Bankbeleg.)